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NIS2 gilt seit Dez. 2025. Was das bedeutet

MSP & Umsatzmodell

Security-Awareness als MSP-Umsatzmodell: wiederkehrende Erlöse mit einem Managed Service

Wachr Redaktion7 Min. Lesezeit
Aufsteigende Reihe matter Keramikblöcke in Dunkelgrün und Creme mit einem amberfarbenen Würfel auf der höchsten Stufe: wiederkehrender Umsatz, Schritt für Schritt.

Der Wert eines MSP hängt weniger am Umsatz als an dessen Qualität. Käufer und Kapitalgeber bewerten vor allem eines: wiederkehrende, vertraglich abgesicherte Erlöse, die auch nach einem Eigentümerwechsel bestehen bleiben. Projektgeschäft ist wertvoll, aber schwer planbar. Ein Managed Service, den der Kunde jeden Monat braucht und selten kündigt, ist es umso mehr. Security-Awareness ist ein solcher Service, und aus mehreren Gründen ein ungewöhnlich guter. Dieser Artikel rechnet die Ökonomie ehrlich durch, ohne Musterjahressummen, und erklärt, worauf es beim Aufbau ankommt.

Warum Awareness ein idealer wiederkehrender Service ist

Erstens ist die Nachfrage gesetzlich getrieben und damit dauerhaft. Seit Dezember 2025 zählt die Schulung der Mitarbeitenden in Cyberhygiene und Security-Awareness nach §30 Absatz 2 Nummer 7 BSIG zu den Mindestmaßnahmen unter NIS2. Cyber-Versicherer verlangen dokumentierte Awareness zunehmend als Voraussetzung für Prämie und Deckung. Ein Kunde, der diese Position streicht, riskiert einen Prüfbefund oder eine Deckungslücke. Das macht Awareness zu einer der Leistungen mit der geringsten Kündigungsquote im gesamten Servicevertrag. Genau diese Bindungsquote, im Fachjargon die Retention, ist die Kennzahl, die ein Käufer bei der Bewertung als Erstes prüft.

Zweitens skaliert der Service, ohne dass Ihr Aufwand mitwächst. Kampagnen laufen automatisiert, das Kurztraining folgt dem Klick, das Reporting entsteht von selbst. Sie betreuen den fünften Mandanten kaum aufwendiger als den ersten. Anders als das Projektgeschäft, das jeden Monat neu verkauft und geliefert werden muss, trägt sich der Erlös hier über die Zeit von allein.

Drittens vertieft Awareness die Kundenbeziehung. Wer die Belegschaft schult und den Nachweis liefert, wird vom IT-Dienstleister zum Sicherheitspartner. Das quartalsweise Reporting ist ein wiederkehrender Anlass für das Gespräch über weitere Maßnahmen. Awareness verkauft sich selten allein, aber sie öffnet die Tür für den Rest des Sicherheitsstacks.

Diese drei Eigenschaften, planbare Nachfrage, geringer Grenzaufwand und Kundenbindung, sind genau die, die den Wert eines MSP bestimmen. Ein Buch aus wiederkehrenden, vertraglich gesicherten Erlösen wird höher bewertet als dieselbe Umsatzsumme aus Projekten, weil ein Käufer den künftigen Zahlungsstrom leichter unterschreiben kann. Awareness zahlt also nicht nur auf den monatlichen Deckungsbeitrag ein, sondern auf den Unternehmenswert.

Die Ökonomie, ehrlich gerechnet

Die Spanne ist der Kern des Modells. Ihr Einkauf liegt zwischen 0,60 und 0,90 Euro pro Nutzer und Monat, Ihr Verkaufspreis üblicherweise zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Das sind 60 bis 70 Prozent Marge, jeden Monat wiederkehrend, nicht einmalig. Bei einem Mandanten mit 200 Nutzer:innen bleibt so ein solider dreistelliger Deckungsbeitrag pro Monat, der über die Vertragslaufzeit stabil bleibt.

Eine Musterjahressumme rechnen wir Ihnen bewusst nicht vor. Was am Ende zusammenkommt, hängt an Ihrem Kundenstamm, Ihrem Verkaufspreis und Ihrer Bindungsquote, und jede fremde Hochrechnung wäre geraten. Die Rechnung, die zählt, machen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Nutzer mal Marge mal Laufzeit.

Ein Wort zur Einordnung: Die genannten Preise sind Einführungskonditionen für unsere Gründungspartner, keine in Stein gemeißelte Preisliste. Und die Spanne funktioniert, weil Wachr auf den Wiederverkauf ausgelegt ist. Werkzeuge, die pro Sitzplatz direkt an Endkunden verkauft werden, lassen sich selten mit Gewinn weiterreichen, weil der Einkauf zu nah am Endkundenpreis liegt. Ein Modell für den Channel trennt beides sauber.

In der Praxis entscheidet die Positionierung über die Marge. Awareness verkauft sich am besten nicht als einzelner Posten, den der Kunde jederzeit abwählen kann, sondern als fester Bestandteil Ihres Sicherheitspakets, neben E-Mail-Schutz, Endpoint und Backup. So wird die Schulung Teil dessen, was Aufsicht und Versicherer ohnehin sehen wollen, und der Preis steht nicht in jeder Vertragsrunde neu zur Debatte. Wer Awareness dagegen einzeln und zum Selbstkostenpreis anbietet, verschenkt genau die Marge, die den Service für Sie erst lohnend macht.

Ein weiterverkauftes Werkzeug bringt eine Rechnung. Ein betreuter Service bringt einen Kunden, der bleibt. Der Unterschied entscheidet, was Ihr Unternehmen am Ende wert ist.

White-Label oder Co-Branding

Für einen wiederkehrenden Service ist die Marke keine Kosmetik, sondern ein Vermögenswert. Wachr läuft standardmäßig als vollständiges White-Label: Ihre Kunden sehen Ihre Marke, Ihr Portal, Ihren Absender. Die Plattform dahinter bleibt unsichtbar. Auf Wunsch ist Co-Branding möglich, wenn Sie den Technologiepartner sichtbar machen wollen, aber das ist Ihre Entscheidung, nicht die Voreinstellung.

Der Grund ist ökonomisch. Wenn Ihr Kunde die Awareness-Schulung mit einem fremden Anbieternamen verbindet, gehört ein Stück der Beziehung nicht mehr allein Ihnen. White-Label hält den Wert des wiederkehrenden Umsatzes dort, wo er hingehört: bei Ihnen. Echte Mandantentrennung sorgt dafür, dass jeder Kunde in seiner eigenen, sauber getrennten Umgebung liegt. Auch das ist ein Punkt, den Käufer und Auditoren prüfen.

„Wir verkaufen nie direkt" als Vertrauensbasis

Das größte Risiko im Channel ist nicht der Wettbewerb, sondern der eigene Lieferant. Manche Plattformen gewinnen MSPs als Vertriebskanal und wenden sich später direkt an deren Endkunden, sobald diese groß genug sind. Für den MSP heißt das: Er baut einen wiederkehrenden Umsatz auf, der ihm jederzeit entzogen werden kann.

Wachr schließt das aus. Wir verkaufen niemals direkt an Ihre Kunden. Ihre Kunden gehören Ihnen. Das ist keine Marketingzusage, sondern die Bedingung, unter der wiederkehrender Umsatz überhaupt planbar wird. Ein Zahlungsstrom, der von der Loyalität des Anbieters abhängt, ist kein Vermögenswert. Einer, der vertraglich Ihnen zugeordnet ist, schon.

In unter 20 Minuten zur ersten Kampagne

„Unter 20 Minuten" meint die Zeit von der Einrichtung bis zur ersten Simulation, nicht den wöchentlichen Aufwand danach. Sie legen einen Mandanten an, wählen Zielgruppe und Köder und starten. Es gibt keine Mindestabnahme und keine Knebelverträge, die Sie zwingen, Kapazität vorzukaufen, bevor Sie den ersten Kunden gewonnen haben.

Bevor Sie an Kunden verkaufen, testen Sie an sich selbst. NFR-Lizenzen (Not for Resale) für Ihr eigenes Team bedeuten, dass Sie den Service zuerst intern fahren, die Reports kennenlernen und im Verkaufsgespräch aus eigener Erfahrung sprechen. Der beste Nachweis für einen Awareness-Service ist der eigene.

Wie Wachr das umsetzt

Wachr ist der White-Label-Motor für genau dieses Modell: KI-native Phishing-Simulationen mit echten deutschen Ködern, 60-Sekunden-Training im richtigen Moment und ein auditfester Nachweis, den Ihre Kunden für Aufsicht und Versicherer brauchen. In Deutschland gehostet, Betriebsrat-konform ausgelegt, mit echter Mandantentrennung.

Wir bauen das gerade mit 10 Gründungspartnern in der DACH-Region auf, zu bevorzugten Konditionen und mit direktem Draht zum Team. Wer wiederkehrenden Umsatz mit einem Service aufbauen will, den seine Kunden ohnehin brauchen, findet hier einen Partner, der im Hintergrund bleibt. Ihre Kunden sehen nur Sie.

Machen Sie den Nachweis, bevor ihn jemand verlangt.

Wachr übersetzt die Pflichten aus NIS2 in einen wiederholbaren Ablauf mit auditfestem Nachweis. Für Unternehmen und ihre IT-Partner.